In Österreichs höchster Spielklasse richtet sich der Blick bereits auf die siebte Runde. An der Tabellenspitze liegen LASK und Rapid mit jeweils 15 Punkten, Salzburg folgt mit 14 Zählern. Sturm Graz steht nach sechs Runden bei elf Punkten. Dahinter folgen WSG Tirol, Hartberg, der GAK und Austria Wien. Schlusslicht ist derzeit der SCR Altach mit drei Punkten.
Die wichtigste sportliche Nachricht der vergangenen Stunden lieferte allerdings Sturm Graz auf internationaler Bühne.
Sturm Graz: Achtungserfolg gegen Stade Rennes
Sturm ist mit einem 0:0 gegen Stade Rennes in die Ligaphase der Europa League gestartet. Die Franzosen hatten insgesamt mehr Spielanteile und Möglichkeiten, doch die Grazer verteidigten leidenschaftlich und konnten sich insbesondere auf Torhüter Daniil Khudyakov verlassen.
Rennes hatte bereits früh getroffen, der vermeintliche Führungstreffer wurde nach VAR-Prüfung jedoch wegen eines Handspiels aberkannt. Sturm überstand anschließend mehrere gefährliche Situationen und sicherte sich zum Auftakt einen Punkt.
Auffällig war auch die Personalsteuerung: Otar Kiteishvili wurde nach Klubangaben aus Belastungsgründen nicht in den Kader genommen. Jon Gorenc Stankovic begann zunächst auf der Bank.
13.109 Zuschauer sahen das torlose Remis in Graz.
Für Sturm bleibt kaum Zeit zur Erholung. Am Sonntag wartet bereits das nächste Spitzenspiel – auswärts bei Red Bull Salzburg.
Red Bull Salzburg: Heute beginnt die Europa League
Salzburg steht dagegen unmittelbar vor seinem ersten Spiel in der Europa-League-Ligaphase. Am heutigen Donnerstag um 18:45 Uhr gastieren die Bullen bei Levski Sofia.
Trainer Danny Röhl und seine Mannschaft haben sich in den vergangenen Stunden intensiv auf die Partie vorbereitet. Der Klub veröffentlichte am Mittwoch die Pressekonferenz und bezeichnete den Start in die internationale Ligaphase als Ziel, auf das die Mannschaft hingearbeitet habe.
Die Salzburger wollen nach dem 1:1 in Ried wieder einen Sieg feiern. Gleichzeitig muss der Blick bereits Richtung Sonntag gehen: Nach der Rückkehr aus Sofia kommt Sturm Graz in die Red Bull Arena.
Damit besitzt Salzburg innerhalb weniger Tage zwei richtungsweisende Spiele.
SK Rapid: Freitagabend unter Flutlicht gegen die WSG
Rapid eröffnete am Mittwoch die unmittelbare Vorbereitung auf das Freitagsspiel gegen die WSG Tirol.
Die Ausgangslage ist ausgezeichnet. Rapid hat fünf seiner sechs bisherigen Ligaspiele gewonnen und alle drei Heimspiele für sich entschieden. Im Allianz Stadion kassierten die Wiener bislang lediglich einen Gegentreffer.
Gegen die WSG besitzt Rapid zudem eine starke Bilanz. Seit der 0:3-Niederlage im Dezember 2020 blieben die Hütteldorfer in 15 Bundesliga-Duellen hintereinander gegen die Tiroler ungeschlagen.
Der Freitagabend ist gleichzeitig ungewöhnlich: Es ist das erste Rapid-Heimspiel in der Bundesliga an einem Freitag seit rund zweieinhalb Jahren.
Sportlich geht es darum, den Anschluss an Tabellenführer LASK beziehungsweise die gemeinsame Spitzenposition zu behaupten.
WSG Tirol: Selbstbewusst nach Hütteldorf
Auch bei der WSG stand der Mittwoch vollständig im Zeichen der Vorbereitung auf Rapid.
Trainer Philipp Semlic zeigte sich grundsätzlich zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. Nach einem schwierigen Saisonbeginn haben die Tiroler aus den vergangenen drei Ligaspielen sieben Punkte geholt.
Besonders auffällig ist die Auswärtsbilanz: Die WSG gewann zuletzt sowohl bei Austria Lustenau als auch bei Austria Wien zu null. Nun wartet allerdings die bislang makellose Rapid-Heimbilanz.
Parallel dazu treibt der Verein seine Infrastrukturpläne voran. Am Mittwoch warb die WSG erneut für ihre Bausteinaktion „Dein Stück WSG“, mit der Anhänger das geplante Stadionprojekt beziehungsweise die Rückkehr in eine neue beziehungsweise erneuerte Heimstätte unterstützen können.
SCR Altach: Das Derby wird zum Druckspiel
Beim SCR Altach könnte das bevorstehende Vorarlberg-Derby kaum wichtiger sein.
Nach vier Bundesliga-Niederlagen hintereinander steht Altach mit nur drei Punkten am Tabellenende. Entsprechend groß ist der Druck vor dem Auswärtsspiel bei Austria Lustenau.
Sportdirektor Philipp Netzer hatte bereits nach dem 1:2 gegen den GAK angekündigt, dass intern einiges aufzuarbeiten sei. Trainer Ognjen Zaric wiederum verwies darauf, dass seine Mannschaft zuletzt zwar ordentliche Phasen gezeigt, sich aber durch individuelle Fehler um Punkte gebracht habe.
Der Klub veröffentlichte am Mittwoch unter der Überschrift „Derby-Zeit“ seine aktuelle Vorschau auf das Duell.
Ein Sieg könnte die Stimmung deutlich verändern. Eine weitere Niederlage würde den Druck auf Trainer und sportliche Führung dagegen weiter erhöhen.
Austria Lustenau: Ausverkauftes Vorarlberger Derby
Auch in Lustenau dreht sich inzwischen alles um das Derby.
Das Spiel am Samstag ist ausverkauft. Die Nachfrage nach Karten war enorm.
Sportlich geht Lustenau mit fünf Punkten aus sechs Spielen in die Begegnung. Zuletzt verlor der Aufsteiger bei Austria Wien äußerst bitter mit 1:2, nachdem die Mannschaft bis in die Schlussphase geführt hatte.
Das Derby besitzt deshalb gleich doppelte Bedeutung: Es geht um die Vorherrschaft im Vorarlberger Fußball – aber gleichzeitig auch um dringend benötigte Punkte im unteren Tabellendrittel.
Austria Wien: Ruhiger Mittwoch bei den Profis
Bei Austria Wien gab es während des betrachteten 24-Stunden-Zeitraums keine größere neue Nachricht aus der Profimannschaft.
Der Klub veröffentlichte am Mittwoch vor allem eine gesellschaftliche Meldung zum Viola Run, dessen Erlös Kindern in Wien-Favoriten zugutekommt.
Sportlich richtet sich alles auf das Samstagabendspiel beim Grazer AK.
Die Austria kommt mit etwas Rückenwind: Gegen Austria Lustenau gelang zuletzt durch zwei späte Jokertore noch ein 2:1-Heimsieg. Mit sechs Punkten steht die Mannschaft derzeit auf Rang acht.
Eine wichtige Personalnachricht war unmittelbar zuvor die Entwarnung bei Daniel Nnodim. Eine schwere Verletzung hatte sich nicht bestätigt.
Grazer AK: Scheiblehners Aufwärtstrend soll weitergehen
Der GAK befindet sich seit dem Trainerwechsel im Aufwind.
Gerald Scheiblehner holte in seinen ersten beiden Bundesligapartien als GAK-Trainer vier Punkte. Zuletzt gelang ein 2:1-Auswärtssieg in Altach.
Damit besitzen die Grazer sieben Punkte und stehen unmittelbar vor Austria Wien. Besonders bemerkenswert: Der GAK ist saisonübergreifend seit neun Bundesliga-Heimspielen ungeschlagen.
Das Heimspiel gegen die Austria wird damit zu einem interessanten Duell zweier Mannschaften, die zuletzt wieder etwas Stabilität gefunden haben.
LASK: Fokus zurück auf die Liga
Beim amtierenden Meister gab es in den vergangenen 24 Stunden keine größere neue Personalentscheidung.
Nach fünf Siegen zum Saisonstart musste der LASK zuletzt beim 1:2 gegen Sturm Graz erstmals Punkte abgeben. Trotzdem bleiben die Linzer mit 15 Zählern Tabellenführer – aufgrund der besseren Tordifferenz vor Rapid.
Am Sonntag geht es nach Hartberg.
Der LASK besitzt gegen die Oststeirer eine bemerkenswerte Serie: Seit zehn Bundesliga-Duellen ist Linz gegen Hartberg ungeschlagen.
TSV Hartberg: Seit drei Ligaspielen ungeschlagen
Hartberg geht mit wachsendem Selbstvertrauen ins Heimspiel gegen den Meister.
Die Oststeirer haben inzwischen drei Bundesligapartien in Folge gepunktet. Zuletzt holten sie nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung ein 2:2 bei der WSG Tirol.
Besonders effizient zeigt sich Hartberg bei Großchancen. Obwohl die Mannschaft bislang vergleichsweise wenige klare Möglichkeiten herausspielte, ist ihre Verwertungsquote ligaweit auffällig hoch.
Eine größere neue Personalnachricht wurde am Mittwoch nicht veröffentlicht.
SV Ried: WAC kommt ins Innviertel
Auch bei der SV Ried gab es im 24-Stunden-Zeitraum keine größere neue Kaderentscheidung.
Nach dem beachtlichen 1:1 gegen Red Bull Salzburg soll nun gegen den Wolfsberger AC nachgelegt werden.
Ried besitzt fünf Punkte. Die Mannschaft ist zu Hause aber deutlich stärker als noch zu Beginn der vergangenen Saison. Seit Oktober 2025 gehört Ried statistisch zu den erfolgreicheren Heimteams der Liga.
Das Sonntagsspiel gegen den WAC besitzt daher für beide Klubs große Bedeutung.
Wolfsberger AC: Früher Druck nach schwachem Saisonstart
Der WAC ist eine der Enttäuschungen der ersten sechs Runden.
Nur fünf Punkte stehen bislang zu Buche. Schlechter war die Ausbeute nach sechs Bundesliga-Spielen in der Vereinsgeschichte nur in wenigen Saisonen.
Zuletzt setzte es ein deutliches 0:3 gegen Rapid.
Eine größere neue Vereins- oder Personalentscheidung wurde am Mittwoch nicht öffentlich bekannt. Das Spiel in Ried ist für die Kärntner deshalb vor allem sportlich wichtig: Die Mannschaft benötigt dringend ein Erfolgserlebnis, um den Anschluss an das Mittelfeld nicht zu verlieren.
Die große Geschichte dieses Wochenendes
Das österreichische Bundesliga-Wochenende beginnt bereits am Freitag mit Rapid gegen WSG Tirol.
Am Samstag folgt das ausverkaufte Vorarlberger Derby zwischen Austria Lustenau und Altach, anschließend empfängt der GAK Austria Wien.
Am Sonntag spielen Hartberg gegen LASK und Ried gegen den WAC. Zum Abschluss kommt es zum Spitzenspiel Red Bull Salzburg gegen Sturm Graz.
Der größte kurzfristige Faktor könnte dabei die Europacupbelastung werden: Sturm stand erst am Mittwoch gegen Rennes auf dem Platz, Salzburg spielt heute in Sofia – am Sonntag treffen beide direkt aufeinander.


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