Pentagon-Bericht bestätigt Engpässe bei US-Munition im Iran-Krieg

Pentagon-Bericht bestätigt Engpässe bei US-Munition im Iran-Krieg

Veröffentlicht

Mittwoch, 16.09.2026
von Red. TB

Der Krieg mit Iran hat die Munitionsbestände der USA stärker belastet als von Präsident Donald Trump bislang dargestellt. Ein neuer Bericht des unabhängigen Generalinspekteurs des US-Verteidigungsministeriums spricht ausdrücklich von „strategischen Bestandsengpässen“ und Problemen beim Nachschub.

Nach Angaben des Berichts gaben die USA allein zwischen Februar und Juni mehr als 22 Milliarden Dollar für Munition aus. Besonders stark beansprucht wurden weitreichende Angriffssysteme sowie Luft- und Raketenabwehrwaffen, die zum Abfangen iranischer Angriffe eingesetzt werden.

Wie viele Raketen und Abfangsysteme noch vorhanden sind, bleibt geheim. Eine Schätzung des Center for Strategic and International Studies kam allerdings bereits Ende Juli zu dem Ergebnis, dass einige Bestände von Patriot- und THAAD-Abfangraketen um mehr als die Hälfte zurückgegangen sein könnten.

Der Generalinspekteur nennt außerdem Engpässe in der amerikanischen Rüstungsindustrie. Das Verteidigungsministerium arbeite deshalb daran, Beschaffung und Produktionszeiten zu beschleunigen. Der offizielle Bericht zur „Operation Epic Fury“ wurde am 14. September veröffentlicht und umfasst den Zeitraum bis Ende Juni 2026.

Das Weiße Haus weist die Darstellung eines ernsthaften Mangels zurück. Präsident Trump hatte wiederholt erklärt, die USA verfügten über praktisch unbegrenzte Munitionsvorräte. Auch Verteidigungsminister Pete Hegseth bezeichnete Berichte über Engpässe zuvor als falsch.

Der Krieg verursacht zugleich erhebliche Kosten. Laut dem Bericht beliefen sich die amerikanischen Ausgaben zwischen dem 28. Februar und dem 30. Juni auf insgesamt 33,4 Milliarden Dollar. Davon entfielen 3,7 Milliarden Dollar auf verlorenes Gerät. Zu den Verlusten zählen vier F-15E-Kampfflugzeuge, eine F-35 sowie 30 MQ-9-Drohnen.

Politisch ist der Bericht brisant, weil Trump zu Beginn der Kämpfe wiederholt erklärt hatte, der Krieg werde nur wenige Wochen dauern. Inzwischen hält er ein Ende erst nach den Zwischenwahlen im November für möglich.

Damit geht es längst nicht mehr nur darum, wie lange die USA militärisch kämpfen können. Entscheidend wird zunehmend auch die Frage, wie schnell die amerikanische Rüstungsindustrie verbrauchte Raketen, Munition und Systeme ersetzen kann.

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am: Mittwoch, 16.09.2026

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