Österreichs 2. Liga aktuell – Blau-Weiß marschiert, Vienna jagt und St. Pölten meldet sich zurück

Österreichs 2. Liga aktuell – Blau-Weiß marschiert, Vienna jagt und St. Pölten meldet sich zurück

Veröffentlicht

Dienstag, 15.09.2026
von Red. TB

In Österreichs 2. Liga war der Montag bei Transfers und Trainerentscheidungen deutlich ruhiger als in der Bundesliga.

Deshalb wäre es falsch, künstlich spektakuläre „Neuigkeiten“ zu produzieren.

Das aktuell wichtigste Bild entsteht vielmehr aus den unmittelbaren Folgen der sechsten Runde:

Blau-Weiß Linz setzt sich an der Spitze fest, die Vienna bleibt erster Verfolger, dahinter drängen gleich fünf Mannschaften mit zehn Punkten – und der SKN St. Pölten hat nach einem schlechten Saisonstart plötzlich zwei Siege hintereinander gefeiert.

Blau-Weiß Linz bleibt das Maß der Dinge

Der Bundesliga-Absteiger hat seinen Anspruch auf den direkten Wiederaufstieg bislang eindrucksvoll unterstrichen.

Nach sechs Spieltagen steht Blau-Weiß Linz bei:

15 Punkten, fünf Siegen und einem Torverhältnis von 17:4.

Damit führt der Klub die Tabelle an.

Besonders bemerkenswert ist die offensive Qualität.

Mit Romeo Vučić stellt Blau-Weiß zudem einen der derzeit besten Torschützen der Liga. Er steht nach sechs Runden bei vier Treffern.

Am Montag begann außerdem der freie Ticketverkauf für das kommende Heimspiel gegen Admira Wacker. Für Kinder und Jugendliche gibt es dabei eine spezielle Schulstart-Aktion.

Sportlich ist die Ausgangslage klar:

Blau-Weiß will nicht lange in Liga zwei bleiben.

Bislang sieht es danach aus, als könnte dieser Plan funktionieren.

First Vienna bleibt unmittelbar dran

Die Vienna ist derzeit der gefährlichste Verfolger.

Nach sechs Spielen stehen 13 Punkte zu Buche – nur zwei weniger als bei Blau-Weiß.

Besonders überzeugend war zuletzt das 2:0 bei Rapid II.

Benjamin Rosenberger und Bernhard Zimmermann erzielten die Treffer.

Zimmermann gehört mit vier Toren außerdem zur Spitzengruppe der Torschützenliste.

Am kommenden Spieltag reist die Vienna zu Hertha Wels.

Auf dem Papier ist das eine gute Gelegenheit, den Druck auf Tabellenführer Blau-Weiß aufrechtzuerhalten.

Dahinter beginnt ein bemerkenswert enges Rennen

Hinter den beiden Spitzenteams wird es richtig eng.

Wacker Innsbruck, Schwarz-Weiß Bregenz, FAC Wien, FC Liefering und Austria Salzburg stehen allesamt bei zehn Punkten.

Das bedeutet:

Zwischen Platz drei und sieben gibt es nach sechs Spieltagen praktisch keinen Abstand.

Schon ein einziges Wochenende kann die Reihenfolge komplett verändern.

Wacker Innsbruck: Aufsteiger mischt sofort vorne mit

Wacker Innsbruck gehört zu den erfreulichsten Geschichten der bisherigen Saison.

Der Aufsteiger steht mit zehn Punkten bereits auf Rang drei.

Zuletzt gab es ein 1:1 gegen Voitsberg.

Damit ist die erste Euphorie zwar etwas gebremst, grundsätzlich kann man mit dem Saisonbeginn am Tivoli aber sehr zufrieden sein.

Am nächsten Spieltag geht es zu Sturm Graz II.

Danach steht im Oktober schon das traditionsreiche Westderby gegen Austria Salzburg auf dem Programm.

Schwarz-Weiß Bregenz und FAC weiter mitten im Spitzenfeld

Auch Schwarz-Weiß Bregenz und der FAC stehen bei jeweils zehn Punkten.

Damit befinden sich beide Klubs unmittelbar hinter Wacker.

Im ausgewerteten 24-Stunden-Zeitraum gab es bei beiden Vereinen keine größere neue Trainer- oder Transfermeldung.

Sportlich bleibt aber die Ausgangslage hervorragend:

Ein Sieg kann beide sofort wieder in die unmittelbare Spitzengruppe bringen.

Austria Salzburg: Aufsteiger etabliert sich

Auch Austria Salzburg hat zehn Punkte gesammelt.

Das ist für einen Aufsteiger ein bemerkenswert ordentlicher Start.

Besonders Christian Gebauer sorgt offensiv für Gefahr. Mit vier Treffern führt er gemeinsam mit mehreren anderen Spielern die Torschützenliste an.

Damit ist klar:

Austria Salzburg spielt bislang keineswegs nur gegen den Abstieg.

Liefering verliert an Boden

Der FC Liefering steht ebenfalls bei zehn Punkten, musste am Sonntag aber einen deutlichen Rückschlag hinnehmen.

Gegen den SKN St. Pölten verlor Liefering zu Hause mit 1:3.

Besonders bitter:

Nach einer frühen Gelb-Roten Karte spielte Salzburgs Nachwuchsmannschaft lange in Unterzahl.

Für Liefering war es nach gutem Saisonbeginn ein Dämpfer.

SKN St. Pölten: Plötzlich läuft es

Einer der bemerkenswertesten Trends kommt aus Niederösterreich.

Der SKN war miserabel in die Saison gestartet, hat inzwischen aber zwei Ligaspiele hintereinander gewonnen.

Nach dem 1:0 gegen Austria Salzburg folgte nun ein 3:1 bei Liefering.

Mit sechs Punkten steht St. Pölten zwar lediglich auf Rang 13.

Der Abstand zum breiten Mittelfeld ist aber bereits wieder überschaubar.

Besonders wichtig:

Kapitän Marc Stendera kehrte nach seiner Verletzungspause wieder in die Startelf zurück.

Am nächsten Spieltag kommt Schwarz-Weiß Bregenz.

Ein dritter Sieg in Serie würde den Fehlstart endgültig vergessen machen.

Amstetten: Weiter stabil in der oberen Hälfte

Der SKU Amstetten hat neun Punkte und liegt auf Rang acht.

Zuletzt gewannen die Niederösterreicher gegen die Young Violets mit 4:2.

Damit bleibt Amstetten unmittelbar hinter der großen Zehn-Punkte-Gruppe.

Admira: Noch fehlt die Konstanz

Admira Wacker steht ebenfalls bei neun Punkten.

Drei Siege und drei Niederlagen erzählen die bisherige Saison ziemlich gut:

Entweder es funktioniert – oder eben nicht.

Eine größere neue Personalentscheidung wurde innerhalb der letzten 24 Stunden nicht bekannt.

Am Freitag geht es zum Tabellenführer Blau-Weiß Linz.

Das wird ein echter Gradmesser.

Young Violets: Lehrreiche Saison für die Talente

Die zweite Mannschaft von Austria Wien hält ebenfalls bei neun Punkten.

Zuletzt setzte es beim 2:4 in Amstetten allerdings einen Rückschlag.

Mit Marco Hausjell stellen die Young Violets trotzdem einen der fünf derzeitigen Vier-Tore-Spieler der Liga.

Das verdeutlicht das typische Bild einer jungen Mannschaft:

Offensiv attraktiv, aber noch nicht immer stabil.

Sturm Graz II: Sieben Punkte und weiter im Lernprozess

Sturms zweite Mannschaft steht nach sechs Spielen bei sieben Punkten.

Der große Sprung in der Tabelle ist bislang ausgeblieben.

Am kommenden Wochenende wartet Wacker Innsbruck.

Gerade gegen den starken Aufsteiger könnte Sturm II zeigen, wie weit die Entwicklung bereits ist.

Voitsberg: Remis am Tivoli bringt Selbstvertrauen

Voitsberg holte beim 1:1 in Innsbruck einen respektablen Punkt.

Mit sechs Punkten liegt die Mannschaft knapp vor St. Pölten.

Der Saisonstart ist damit weder hervorragend noch alarmierend.

Rapid II: Nach gutem Start inzwischen unter Druck

Rapid II steht ebenfalls bei sechs Punkten.

Das jüngste 0:2 gegen die Vienna zeigte, dass die jungen Hütteldorfer gegen die Spitzenteams noch Schwierigkeiten haben.

Eine neue größere Personalentscheidung gab es am Montag nicht.

Hertha Wels: Vier Punkte – jetzt kommt die Vienna

Hertha Wels steht mit vier Punkten auf Rang 15.

Offensiv gibt es trotzdem einen Lichtblick:

S. Malinowski hat bereits vier Tore erzielt und gehört damit zur Spitze der Torschützenliste.

Nun kommt ausgerechnet die formstarke Vienna.

Kapfenberger SV: Frühe Sorgen

Ganz unten steht derzeit die KSV.

Nach sechs Spieltagen hat Kapfenberg lediglich drei Punkte gesammelt.

Damit ist der Fehlstart nicht mehr zu übersehen.

Eine neue Trainerentscheidung wurde innerhalb der letzten 24 Stunden allerdings nicht bekannt.

Fünf Spieler teilen sich die Torjägerführung

Auch die Torschützenliste zeigt, wie ausgeglichen die Liga momentan ist.

Nach sechs Runden stehen gleich fünf Spieler bei jeweils vier Toren:

Christian Gebauer – Austria Salzburg
Marco Hausjell – Young Violets
S. Malinowski – Hertha Wels
Romeo Vučić – Blau-Weiß Linz
Bernhard Zimmermann – First Vienna.

Noch hat sich also auch beim Kampf um die Torjägerkrone niemand abgesetzt.

Das große Bild der 2. Liga

Nach sechs Spieltagen kristallisieren sich drei Gruppen heraus.

Ganz vorne stehen Blau-Weiß Linz und First Vienna.

Dahinter folgt eine riesige Gruppe aus Wacker Innsbruck, Bregenz, FAC, Liefering, Austria Salzburg, Amstetten, Admira und den Young Violets.

Und im unteren Bereich versuchen St. Pölten, Rapid II, Hertha Wels und Kapfenberg, nicht früh den Anschluss zu verlieren.

Die wichtigste Erkenntnis lautet aber:

Blau-Weiß Linz ist momentan der klare Maßstab.

Der Bundesliga-Absteiger hat fünf von sechs Spielen gewonnen und besitzt bereits eine beeindruckende Tordifferenz.

Doch die Vienna bleibt dran – und dahinter ist die Liga derart eng, dass zwei gute Wochen aus einem Mittelfeldklub sehr schnell einen Aufstiegskandidaten machen können.

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Bildnachweis:

jarmoluk (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Dienstag, 15.09.2026

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