Fussball in Österreich

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Veröffentlicht

Montag, 14.09.2026
von Red. TB

Der Bundesliga-Sonntag hat das Kräfteverhältnis an der Spitze verändert. Der bis dahin makellose LASK hat seine erste Saisonniederlage kassiert, Sturm Graz meldet sich im Spitzenfeld zurück und Austria Wien rettet einen dringend benötigten Heimsieg erst in der Schlussphase.

Sturm beendet die perfekte LASK-Serie

Die wichtigste Partie des Tages fand in Graz statt. Sturm Graz besiegte Tabellenführer LASK mit 2:1 und fügte den Linzern damit nach fünf Siegen aus den ersten fünf Ligaspielen die erste Niederlage der Saison zu.

Giorgi Mamageishvili brachte Sturm in der 34. Minute in Führung. Der LASK antwortete unmittelbar vor der Pause: Krystof Danek traf in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 1:1.

Die Entscheidung fiel nach knapp einer Stunde. Oumar Diakité, der erst kurz zuvor für Seedy Jatta ins Spiel gekommen war, erzielte in der 59. Minute das 2:1 für Sturm.

In der Nachspielzeit hätte Sturm den Sieg sogar noch deutlicher gestalten können. Otar Kiteishvili vergab in der 96. Minute einen Elfmeter. Am Resultat änderte das nichts mehr.

Für den LASK endet damit eine außergewöhnliche Serie. Vor dem Spiel hatten die Linzer sämtliche fünf Saisonspiele gewonnen, dabei 15 Tore erzielt und lediglich zwei kassiert.

Sturm wiederum verbessert seine Ausgangslage erheblich. Die Grazer gingen mit acht Punkten in die Partie und stehen nach dem Sieg nun bei elf. Der LASK bleibt bei 15 Punkten und damit weiterhin ganz vorne im Rennen, hat aber seine weiße Weste verloren.

Austria Wien dreht die Partie ganz spät

Auch in Wien wurde es dramatisch. Austria Wien besiegte Aufsteiger Austria Lustenau mit 2:1.

Nach einer torlosen ersten Hälfte erwischten die Gäste den besseren Start. Dominik Weixelbraun brachte Lustenau in der 47. Minute mit 1:0 in Führung.

Für die Wiener Austria, die vor dem Spiel erst drei Punkte aus fünf Ligapartien gesammelt hatte, drohte damit die nächste Niederlage. Doch die Mannschaft rettete sich in einer spektakulären Schlussphase.

In der 81. Minute erzielte Jannik Hettwer den Ausgleich, ehe Kofi Boateng in der 92. Minute das 2:1 und damit den späten Siegtreffer schoss.

Der Erfolg war dringend notwendig. Austria Wien war als Tabellenletzter in den Spieltag gegangen und hatte seine ersten beiden Bundesliga-Heimspiele der Saison verloren.

Die Statistik zeigt allerdings, dass der Sieg keineswegs selbstverständlich war. Austria Wien hatte zwar 63 Prozent Ballbesitz und 15 Torschüsse, Lustenau kam aber selbst auf 13 Abschlüsse. Die Expected-Goals-Werte lagen mit 1,52 zu 1,48 nahezu gleichauf.

Der späte Treffer könnte daher auch psychologisch wichtig werden: Nach dem schwachen Saisonbeginn verschafft sich die Austria zunächst etwas Luft.

Hartberg gewinnt beim WSG Tirol

Im zweiten Nachmittagsspiel setzte sich TSV Hartberg auswärts mit 1:0 gegen die WSG Tirol durch.

Das einzige Tor fiel bereits in der 14. Minute durch Ognjen Lukic. Danach gelang der WSG kein Ausgleich mehr.

Für Hartberg ist das ein wichtiger Auswärtssieg. Die Steirer waren mit sechs Punkten aus fünf Spielen in den Sonntag gegangen und erhöhen ihr Konto damit auf neun Zähler. Die WSG bleibt bei sieben.

Der Gewinner des Sonntags heißt Sturm Graz

Sportlich ist Sturm der größte Gewinner des Tages. Der Grazer Sieg hat gleich mehrere Auswirkungen: Sturm rückt näher an die Spitzengruppe heran und beweist gleichzeitig, dass der bislang dominante LASK verwundbar ist.

Besonders bemerkenswert ist, wie schnell Diakité nach seiner Einwechslung Wirkung zeigte. Er kam in der 50. Minute für Jatta und traf neun Minuten später zum entscheidenden 2:1.

Für den LASK ist die Niederlage kein Grund zur Krise. Fünf Siege aus sechs Ligaspielen bleiben ein außergewöhnlich starker Saisonstart. Die Partie in Graz zeigt allerdings, dass der Kampf um die Meisterschaft wahrscheinlich wesentlich enger wird, als es nach den ersten Wochen aussah.

Austria Wien verhindert eine weitere Krise

Fast genauso wichtig wie Sturms Sieg ist das Ergebnis für die Wiener Austria.

Nach einem schwachen Saisonstart und Heimniederlagen gegen den LASK sowie die WSG Tirol hätte ein weiteres verlorenes Heimspiel den Druck erheblich erhöht. Stattdessen drehten die Wiener ein 0:1 in den letzten zehn Minuten noch in einen Sieg.

Das 2:1 löst die grundsätzlichen Probleme nicht – drei vergebene Großchancen und die nahezu ausgeglichenen Expected Goals zeigen, wie knapp die Begegnung tatsächlich war.

Aber die Austria bekommt damit vor allem eines: Zeit.

Das Bild nach dem Sonntag

Der sechste Spieltag hat mehrere Serien beendet beziehungsweise verändert.

Der LASK verliert erstmals, bleibt aber mit seinen 15 Punkten ganz vorne dabei. Sturm Graz erhöht sein Konto auf elf Punkte und macht Boden auf die Spitze gut.

Hartberg kommt nach dem 1:0 in Innsbruck auf neun Punkte und etabliert sich zunächst in der oberen Tabellenhälfte. Austria Wien verbessert sich mit dem späten 2:1 auf sechs Punkte und verlässt zumindest sportlich die unmittelbare Alarmzone.

Für Lustenau ist die Niederlage besonders bitter, weil der Aufsteiger bis zur 81. Minute führte und selbst in der Schlussphase noch gute statistische Werte hatte.

Blick auf den nächsten Spieltag

Der nächste Bundesliga-Spieltag beginnt am Freitag, 18. September, mit Rapid gegen WSG Tirol. Am Samstag spielt Austria Lustenau gegen Altach, anschließend empfängt der GAK Austria Wien.

Am Sonntag folgen Ried gegen Wolfsberg, Salzburg gegen Sturm Graz und Hartberg gegen den LASK.

Damit wartet direkt das nächste Spitzenspiel: Salzburg gegen Sturm. Gleichzeitig muss der LASK in Hartberg zeigen, wie die Mannschaft auf ihre erste Ligapleite reagiert.

Fazit des Sonntags: Sturm Graz stoppt den perfekten LASK, Hartberg nimmt drei Punkte aus Tirol mit – und Austria Wien verhindert mit zwei sehr späten Toren die nächste schwere Krise.

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jarmoluk (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Montag, 14.09.2026

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