Der Samstag in der österreichischen Bundesliga hat vor allem eine Botschaft gebracht: Rapid Wien lässt sich vom Salzburger Debakel nicht aus der Bahn werfen.
Nur wenige Tage nach der deutlichen 1:5-Niederlage bei Red Bull Salzburg reagierten die Hütteldorfer beim Wolfsberger AC eindrucksvoll und gewannen mit 3:0.
Damit zieht Rapid nach Punkten wieder mit Tabellenführer LASK gleich.
Rapid entscheidet das Spiel schon vor der Pause
Rapid setzte beim WAC früh ein Zeichen.
Serge-Philippe Raux-Yao brachte die Wiener in der 13. Minute in Führung. In der 35. Minute erhöhte Innenverteidiger Nenad Cvetkovic ebenfalls per Kopf auf 2:0.
Damit hatten ausgerechnet zwei Abwehrspieler nach Standardsituationen bereits vor der Pause für eine klare Ausgangslage gesorgt.
Petter Nosa Dahl machte in der 82. Minute mit dem Treffer zum 3:0 endgültig alles klar.
Für Rapid war es der fünfte Sieg im sechsten Meisterschaftsspiel.
Nach sechs Partien stehen damit 15 Punkte auf dem Konto.
Die 1:5-Niederlage gegen Salzburg bleibt zwar ein deutlicher Schönheitsfehler, doch die unmittelbare Reaktion darauf zeigt, dass diese Rapid-Mannschaft zumindest zu Saisonbeginn deutlich stabiler auftritt.
WAC rutscht weiter ab
Für Wolfsberg entwickelt sich die Situation dagegen zunehmend unangenehm.
Der WAC ist inzwischen seit fünf Ligaspielen ohne Sieg und fiel nach der Niederlage gegen Rapid auf Rang zehn zurück.
Die Kärntner mussten allerdings ersatzgeschwächt antreten.
Besonders der Ausfall von Torjäger Giacomo Vrioni wiegt schwer. Der Stürmer hatte sich zuvor einen Muskelfaserriss zugezogen.
Trotzdem bleibt die Bilanz ernüchternd.
Nach einem ordentlichen Saisonstart steckt der WAC nun bereits früh im unteren Tabellenbereich fest.
GAK gewinnt in Altach
Auch beim zweiten Samstagsspiel gab es einen wichtigen Auswärtssieg.
Der Grazer AK setzte sich beim SCR Altach mit 2:1 durch.
Yannick Oberleitner brachte den GAK bereits in der sechsten Minute in Führung. Altach antwortete durch Yann Massombo in der 25. Minute, doch Alexander Hofleitner stellte in der 38. Minute den späteren Endstand her.
Danach versuchte Altach zwar, mehr Druck aufzubauen, konnte aus seinem größeren Ballbesitz aber kaum gefährliche Torchancen entwickeln.
Der GAK verteidigte seinen Vorsprung und nahm drei Punkte mit nach Graz.
Damit hält der GAK nach sechs Spielen bei sieben Punkten.
Für Altach wird es dagegen zunehmend ungemütlich.
Die Vorarlberger kassierten bereits ihre vierte Liga-Niederlage in Folge und haben nach sechs Spieltagen lediglich drei Punkte.
Rapid plötzlich wieder ganz oben dabei
Nach den Samstagsspielen wird die Spitze interessant.
Der LASK hält nach fünf Spielen weiterhin beim Punktemaximum von 15 Zählern.
Rapid hat nun ebenfalls 15 Punkte, allerdings bereits sechs Partien absolviert.
Red Bull Salzburg folgt mit 14 Punkten aus sechs Spielen.
Damit entscheidet das Sonntagsspiel zwischen Sturm Graz und dem LASK darüber, ob die Linzer ihre makellose Serie ausbauen und sich wieder allein an die Spitze setzen können.
Und genau dieses Spiel ist der große Höhepunkt des Sonntags.
Sturm gegen LASK – der erste echte Härtetest für den Tabellenführer
Um 17 Uhr empfängt Sturm Graz den LASK.
Die Linzer sind mit fünf Siegen aus fünf Spielen perfekt in die Saison gestartet.
15 Punkte und ein Torverhältnis von 15:2 zeigen, dass dieser Saisonstart kein Zufallsprodukt ist.
Sturm steht dagegen bei acht Punkten aus fünf Partien.
Ein Sieg gegen den LASK würde die Grazer wieder näher an die Spitzengruppe bringen.
Für die Linzer wäre ein sechster Sieg dagegen eine deutliche Ansage an Salzburg, Rapid und Sturm:
Der LASK wäre dann nicht mehr nur der überraschende Frühstarter, sondern spätestens nach sechs Spieltagen ein ernstzunehmender Kandidat ganz oben.
Austria Wien bereits unter Druck
Schon zuvor wird es für Austria Wien interessant.
Die Veilchen empfangen um 14.30 Uhr Austria Lustenau.
Für den FAK ist das Spiel bereits erstaunlich wichtig.
Austria Wien hat aus den ersten fünf Bundesliga-Partien lediglich einen Sieg geholt. Vier Spiele gingen verloren. Das Torverhältnis steht bei 3:10, die Mannschaft liegt mit nur drei Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
Das bedeutet:
Nach gerade einmal fünf Spielen steht die Austria bereits unter Druck.
Gegen Lustenau muss praktisch eine Reaktion her.
Ein weiterer Punktverlust würde die Diskussion über den Saisonstart noch einmal erheblich verschärfen.
WSG Tirol empfängt Hartberg
Parallel zum Wiener Spiel trifft die WSG Tirol um 14.30 Uhr auf den TSV Hartberg.
Die Tiroler stehen nach fünf Partien bei sieben Punkten und damit derzeit im Mittelfeld.
Hartberg hat sechs Punkte gesammelt.
Hier geht es weniger um die große Schlagzeile als um jene Punkte, die später in der Saison darüber entscheiden können, wer sich im Kampf um die Meistergruppe eine gute Ausgangslage verschafft. Die drei Sonntagsspiele sind von der Bundesliga für 14.30 Uhr beziehungsweise 17 Uhr angesetzt.
Salzburg lässt bereits Punkte liegen
Auch Red Bull Salzburg hat an diesem Wochenende bereits gespielt.
Am Freitag kamen die Salzburger bei der SV Ried nicht über ein 1:1 hinaus. Damit verpasste Salzburg die Chance, den Druck auf den LASK weiter zu erhöhen.
Und genau dadurch hat Rapid seinen Samstagssieg besonders wertvoll gemacht.
Statt nach der 1:5-Abreibung in Salzburg den Anschluss zu verlieren, stehen die Hütteldorfer wenige Tage später wieder mitten in der Spitzengruppe.
Das ist möglicherweise die wichtigste Erkenntnis dieses Spieltags.
Die Bundesliga bekommt früh Spannung
Nach sechs Runden ist selbstverständlich noch keine Meisterschaft entschieden.
Aber die Konstellation ist interessant.
Der LASK startet perfekt.
Rapid gewinnt fünf von sechs Spielen.
Salzburg bleibt ungeschlagen, lässt aber bereits Punkte liegen.
Sturm wartet auf seine Chance, am Sonntag wieder näher heranzurücken.
Und Austria Wien findet sich überraschend am anderen Ende der Tabelle wieder.
Genau das macht die ersten Wochen dieser Saison interessant.
Die Frage lautet derzeit nicht nur:
Wer kann Salzburg herausfordern?
Sondern plötzlich auch:
Ist der LASK möglicherweise mehr als nur der Überraschungs-Tabellenführer – und kann Rapid nach Jahren des Wartens tatsächlich wieder dauerhaft ganz vorne mitspielen?


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