19-Jähriger dringt in Schule in Virginia ein – keine Kinder verletzt
Ein bewaffneter Zwischenfall an einer Grundschule im US-Bundesstaat Virginia ist vergleichsweise glimpflich für die Schüler ausgegangen. Ein 19-Jähriger soll am Mittwoch, dem 2. September, gewaltsam in die Westwood Hills Elementary School in Waynesboro eingedrungen sein und dort eine Mitarbeiterin der Schule angeschossen haben.
Nach Angaben der örtlichen Polizei wurde kein Schüler verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde später tot in der Schulbibliothek gefunden. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler starb er durch eine offenbar selbst zugefügte Schussverletzung.
Polizei wurde am Morgen alarmiert
Die Polizei erhielt gegen 9.12 Uhr Ortszeit die Meldung, dass sich eine verdächtige Person auf dem Schulgelände befinde.
Nach Angaben von Waynesboros Polizeichef David Shaw verschaffte sich der 19-Jährige anschließend gewaltsam Zutritt zur Schule. Im Gebäude soll er auf eine dort beschäftigte Frau geschossen und sie verletzt haben.
Als die Einsatzkräfte die Schule durchsuchten, fanden sie den Verdächtigen schließlich tot in der Bibliothek.
Besonders wichtig: Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich nach Angaben der Schulleitung keine Schüler in der Bibliothek.
Sicherheitsmaßnahmen der Schule griffen
Schulbezirksleiter Jeffrey Cassell sprach bei einer Pressekonferenz von einem Szenario, vor dem sich wohl jedes Schulsystem fürchte.
Gleichzeitig erklärte er, dass die vorgesehenen Sicherheits- und Notfallmaßnahmen funktioniert hätten. Erst innerhalb der vorausgegangenen 20 Schultage seien an der Schule zwei sogenannte Lockdown-Übungen durchgeführt worden.
Die schnelle Reaktion des Schulpersonals dürfte eine wichtige Rolle dabei gespielt haben, die Kinder aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich herauszuhalten.
Motiv des 19-Jährigen noch unklar
Warum der 19-Jährige die Grundschule betrat und dort das Feuer eröffnet haben soll, war zunächst nicht bekannt.
Nach Angaben der Schulleitung war er kein Schüler des öffentlichen Schulsystems von Waynesboro. Auch zu einer möglichen Verbindung zwischen dem Verdächtigen und der verletzten Mitarbeiterin lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.
Die Polizei machte ebenfalls noch keine Angaben dazu, ob der Mann einen persönlichen Bezug zur Schule oder zur Region hatte.
Zustand der verletzten Mitarbeiterin zunächst unbekannt
Bei dem Opfer handelt es sich nach Angaben der Behörden um eine Frau, die an der Schule beschäftigt ist. Welche Funktion sie dort ausübt, wurde zunächst nicht mitgeteilt.
Auch über die Schwere ihrer Verletzungen und ihren aktuellen Gesundheitszustand gab es zunächst keine näheren offiziellen Angaben.
Das Krankenhaus Augusta Health bestätigte lediglich, im Zusammenhang mit dem Vorfall einen Patienten beziehungsweise eine Patientin zu behandeln. Wegen des Persönlichkeitsschutzes wurden keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht.
Erleichterung darüber, dass keine Kinder verletzt wurden
Waynesboro liegt im Zentrum Virginias, rund 30 Kilometer westlich von Charlottesville, und hat etwa 20.000 Einwohner.
Nach dem Schusswaffenvorfall reagierten auch führende Politiker des Bundesstaates. Virginias Gouverneurin Abigail Spanberger äußerte ihre Anteilnahme gegenüber den Schülern, Eltern, Familien sowie Lehrkräften und Mitarbeitern der Schule und dankte den eingesetzten Rettungs- und Sicherheitskräften.
Auch Vizegouverneurin Ghazala Hashmi erklärte ihre Unterstützung für die Schulgemeinschaft.
Für Eltern und Schüler bleibt trotz des glücklichen Umstands, dass kein Kind körperlich verletzt wurde, ein erschütternder Vorfall zurück: Ein bewaffneter 19-Jähriger gelangte in eine Grundschule und verletzte eine Mitarbeiterin – nur wenige Räume entfernt von Kindern, die an diesem Morgen eigentlich einen ganz normalen Schultag erleben sollten.


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