Nahost: Bewegung bei der Straße von Hormus
Im Konflikt um Iran rückt die Wiederöffnung der Straße von Hormus in den Mittelpunkt der Diplomatie. Nach Vermittlungsbemühungen Katars erklärte Iran, eine Liste von Bedingungen für eine Normalisierung des Schiffsverkehrs ausarbeiten zu wollen. Teheran und Oman sprechen zudem über einen gemeinsamen Schifffahrtskorridor. Vor dem Krieg liefen rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung durch die Meerenge; der Verkehr liegt nach Schätzungen weiterhin nur bei einem Bruchteil des früheren Niveaus.
NATO: USA verlangen stärker europäisch geführte Verteidigung
Washington erhöht den Druck auf die europäischen NATO-Staaten. Pentagon-Politikchef Elbridge Colby erklärte am Donnerstagabend in Brüssel, Ziel der laufenden Überprüfung der US-Truppen in Europa sei eine stärker von den Europäern selbst geführte konventionelle Verteidigung des Kontinents. Die Prüfung könnte auch Veränderungen bei der derzeit rund 80.000 Soldaten starken US-Präsenz in Europa nach sich ziehen.
Nepal und Tibet: Zahl der Toten steigt weiter
Nach der verheerenden Sturzflut im Himalaya ist die Zahl der bestätigten Todesopfer in Nepal auf 389 gestiegen. Fast 1.000 Menschen werden in Nepal und Tibet weiterhin vermisst, darunter zahlreiche ausländische Pilger und Reisende. Rettungsmannschaften durchsuchen mit schwerem Gerät und Spürhunden die Schlamm- und Geröllmassen. Gleichzeitig besteht die Gefahr weiterer Überschwemmungen, weil sich hinter Geröllbarrieren große Wassermengen sammeln.
China: Taifun Saudel trifft die Ostküste
Taifun Saudel ist am Freitagmorgen in Taizhou in der chinesischen Provinz Zhejiang auf Land getroffen. Die Behörden haben die höchste Warnstufe ausgerufen. Für Zhejiang und die benachbarte Provinz Fujian werden heftige Regenfälle erwartet.
USA: Gericht stoppt Verschärfung der Briefwahl-Regeln
Ein Bundesgericht hat zentrale Teile neuer Vorschriften zur Briefwahl in den USA vorläufig gestoppt. Die auf Initiative von Präsident Donald Trump eingeführten Regeln hätten unter anderem vorgeschrieben, Briefwahlumschläge mit individuellen Barcodes auszustatten und der Post Listen mit Briefwählern zu übermitteln. Kritiker sehen darin die Gefahr, dass Wahlberechtigte von der Abstimmung ausgeschlossen werden könnten. Eine weitere Anhörung ist für den 3. September angesetzt.
Trump benennt Lake Ontario in „Lake America“ um
Für erheblichen politischen Streit mit Kanada sorgt eine weitere Entscheidung Donald Trumps. Der US-Präsident unterzeichnete eine Anordnung, nach der der Lake Ontario im Sprachgebrauch der US-Bundesbehörden künftig „Lake America“ heißen soll.
Kanadas Premierminister Mark Carney lehnt die Umbenennung ab. Auch die Gouverneurin des US-Bundesstaates New York erklärte, ihr Staat werde weiterhin von Lake Ontario sprechen. Die Entscheidung fällt mitten in den eskalierenden Handelskonflikt zwischen Washington und Ottawa.
USA: Pentagon verliert vor Gericht gegen KI-Unternehmen Anthropic
Ein US-Bundesgericht hat die Einstufung des KI-Unternehmens Anthropic als Sicherheitsrisiko für die Lieferkette des Pentagons für rechtswidrig erklärt. Die Richterin wertete das Vorgehen unter anderem als unzulässige Vergeltungsmaßnahme und stellte Verstöße gegen verfassungsrechtliche Verfahrensrechte fest.
Asien: USA, Südkorea und Japan planen gemeinsames Militärmanöver
Südkorea, Japan und die USA kündigten für den 9. bis 11. September gemeinsame Militärübungen an. Bei den „Freedom Edge“-Manövern soll insbesondere die Reaktionsfähigkeit auf nordkoreanische Raketen- und Nuklearbedrohungen trainiert werden. Die Übungen finden in internationalen Gewässern nahe der südkoreanischen Insel Jeju statt.
Südkorea: Zwei Tote bei Brand auf Öltanker
Vor der südkoreanischen Küste sind bei einem Brand auf einem Tanker zwei Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Die übrigen 16 Menschen an Bord konnten gerettet werden. Nach ersten Erkenntnissen brach das Feuer im Maschinenraum aus und griff nicht auf die Öltanks des Schiffes über.
Weltwirtschaft: USA wollen Iran-Sanktionen beim G20-Treffen durchsetzen
Beim bevorstehenden Treffen der G20-Finanzminister und Notenbankchefs wollen die USA neben Wachstum, globalen Handelsungleichgewichten und Staatsverschuldung vor allem ihre wirtschaftliche Isolierung Irans vorantreiben. US-Finanzminister Scott Bessent will andere Staaten nach Angaben des Finanzministeriums dazu bewegen, bestehende Geschäftsbeziehungen mit Iran weiter zurückzufahren.
Epstein-Komplex: Gericht billigt Millionenvergleich mit Bank of America
Ein US-Bundesrichter hat einem Vergleich über 72,5 Millionen Dollar zwischen der Bank of America und Frauen zugestimmt, die der Bank vorwarfen, Jeffrey Epsteins sexuelle Ausbeutung durch ihre Finanzdienstleistungen erleichtert zu haben. Die Bank hatte bei Abschluss des Vergleichs erklärt, sie habe Menschenhandel nicht unterstützt.
Die Nachrichtenlage bleibt vor allem bei Iran/Hormus, der Himalaya-Katastrophe und den NATO-USA-Beziehungen dynamisch.


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