Kennedy Center: Trump-Regierung entdeckt Abrissbirne als Kulturpolitik

Kennedy Center: Trump-Regierung entdeckt Abrissbirne als Kulturpolitik

Veröffentlicht

Donnerstag, 27.08.2026
von Red. TB

Die US-Regierung hat für das Kennedy Center in Washington offenbar einen neuen kulturpolitischen Ansatz entwickelt: Wenn der Umbau vor Gericht scheitert, könnte man das Gebäude einfach abreißen.

Ein Anwalt des Justizministeriums erklärte, ohne die von Präsident Donald Trump geplante Renovierung werde das Kulturzentrum weiter verfallen und irgendwann so unsicher sein, dass nur noch der Abriss bleibe. Als mögliche Alternative wurde bereits ein Amphitheater mit Blick auf den Potomac River ins Spiel gebracht. Das wäre zwar deutlich weniger repräsentativ für den früheren Präsidenten John F. Kennedy, dessen Namen das Zentrum seit seiner Eröffnung 1971 trägt – dafür aber günstiger.

Damit erreicht der Streit um das renommierte Kulturhaus eine neue Stufe. Trump hatte dem Kennedy Center zuvor eine zu „woke“ Ausrichtung vorgeworfen und anschließend den Verwaltungsrat weitgehend nach seinen Vorstellungen neu besetzt. Konsequenterweise übernahm er auch gleich selbst den Vorsitz.

Ein Name kommt, geht – und kommt vielleicht wieder

Für zusätzliche Diskussionen sorgte Trump, als sein eigener Name an der Fassade des Kennedy Centers angebracht wurde. Ein Bundesgericht ordnete später an, die Beschriftung wieder zu entfernen.

Der Verwaltungsrat hatte jedoch offenbar eine kreative Lösung für das Problem: Statt Trumps Namen einfach verschwinden zu lassen, soll künftig eine neue Inschrift darauf hinweisen, dass das Gebäude „restauriert und renoviert von Präsident Donald J. Trump“ worden sei.

Damit wäre zumindest geklärt, wer später für den Zustand des Gebäudes verantwortlich gemacht werden kann.

Der Streit beschäftigt inzwischen erneut die Justiz. Bei einer Gerichtsanhörung geht es um Trumps Pläne, das Kennedy Center vorübergehend für Besucher zu schließen und umfassend umzubauen.

Sollten die Gerichte nicht zustimmen, steht zumindest Plan B bereits im Raum: weniger Kennedy Center, mehr Aussicht auf den Potomac.

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von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 27.08.2026

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