Der Anbau von Melonen gewinnt im Burgenland zunehmend an Bedeutung. Was in den 2000er-Jahren mit ersten Versuchen einzelner landwirtschaftlicher Betriebe im Seewinkel begann, hat sich inzwischen zu einem größeren Anbauzweig entwickelt. Die Anbaufläche hat sich mehr als versechsfacht und beträgt in diesem Jahr 32 Hektar.
Mittlerweile bauen nach Angaben der Landwirtschaftskammer sieben Betriebe im Burgenland Wassermelonen an. Besonders der Seewinkel bietet dafür günstige Voraussetzungen. Viele Sonnenstunden und hohe Temperaturen sorgen für gute Wachstumsbedingungen. Die derzeit laufende Ernte dauert voraussichtlich noch bis September.
Allerdings können selbst für wärmeliebende Wassermelonen sehr hohe Temperaturen problematisch werden. Bei extremer Hitze droht den Früchten Sonnenbrand. Zudem steigt die Gefahr von Fäulnis. Die jüngste Hitzeperiode haben die Pflanzen nach Angaben aus der Landwirtschaft jedoch vergleichsweise gut überstanden.
Bewässerung spielt entscheidende Rolle
Neben Wärme und Sonne benötigen Wassermelonen ausreichend Wasser. Die Früchte bestehen zu bis zu 95 Prozent aus Wasser. Deshalb kommt es auf eine gezielte und möglichst wassersparende Bewässerung an. Im Seewinkel werden beispielsweise Mulchfolien und unterirdisch verlegte Tropfschläuche eingesetzt. Dadurch gelangt das Wasser gezielt zu den Pflanzen, während gleichzeitig weniger Feuchtigkeit verdunstet.
So lässt sich eine reife Wassermelone erkennen
Bei der Ernte hilft weiterhin der bekannte Klopftest: Klingt eine Wassermelone beim Klopfen dumpf, spricht das für ihre Reife. Auch eine gelbliche Verfärbung auf der Unterseite der Frucht kann darauf hinweisen, dass sie erntereif ist.
Direkt beim landwirtschaftlichen Betrieb kostet ein Kilogramm Wassermelone derzeit etwa 2 bis 2,50 Euro.
Neben Wassermelonen werden im Seewinkel inzwischen auch Zucker- und Honigmelonen angebaut. Die Landwirtschaftskammer sieht für den heimischen Melonenanbau weiteres Wachstumspotenzial.


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