Neue Aufzeichnungen des Rettungsfunks geben Einblick in den mehrstündigen Einsatz am Wohnhaus des US-Bloggers und Podcasters Perez Hilton. Die Einsatzkräfte waren alarmiert worden, nachdem der 48-Jährige während einer Liveübertragung auf TikTok offenbar versucht hatte, sich selbst zu verletzen.
Die ersten Notrufe gingen am 4. August kurz vor 19 Uhr ein. Daraufhin wurden Polizei und Rettungsdienst zu Hiltons Haus im Stadtteil Westchester im Großraum Miami geschickt. In den internen Meldungen wurde darauf hingewiesen, dass sich der Betroffene möglicherweise in einer akuten psychischen Krise befinde, verletzt und eventuell bewaffnet sein könnte.
Der Einsatz wurde zunächst als möglicher Suizidversuch eingestuft. Die Beamten entschieden sich jedoch gegen ein sofortiges Eindringen in das Gebäude. Stattdessen hielten sich die Einsatzkräfte zunächst in der Nähe bereit und versuchten, die Situation kontrolliert und ohne zusätzliche Eskalation zu lösen.
Das Sheriffbüro von Miami-Dade erklärte, dass bei Einsätzen mit Menschen in psychischen Ausnahmesituationen besonders auf Deeskalation geachtet werde. Zeit, räumlicher Abstand und Möglichkeiten zur Kommunikation könnten dazu beitragen, die betroffene Person, Angehörige und Einsatzkräfte zu schützen.
Aus den Funkaufzeichnungen geht hervor, dass der Einsatz fast vier Stunden dauerte. Gegen 22.40 Uhr wurden Rettungskräfte erneut zum Haus geschickt. Kurz vor 23 Uhr betraten sie schließlich gemeinsam mit der Polizei das Gebäude, versorgten Hilton medizinisch und brachten ihn anschließend in ein Krankenhaus.
Hiltons Familie bestätigte am 5. August, dass er medizinisch betreut werde. In einer öffentlichen Stellungnahme bedankten sich die Angehörigen für die zahlreichen Nachrichten, Gebete und Unterstützungsbekundungen. Der Fokus der Familie liege derzeit vollständig auf seiner Gesundheit und seinem Wohlergehen.
Weitere Einzelheiten zu Hiltons Zustand wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Seine Familie bat offenbar um Rücksicht und Privatsphäre während der medizinischen Behandlung.
Menschen, die sich in einer akuten psychischen Krise befinden oder sich selbst gefährden könnten, sollten umgehend den örtlichen Notruf, eine medizinische Einrichtung oder eine Krisenberatungsstelle kontaktieren.


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