FIFA-Investorendeal geplatzt: Infantino soll jetzt bitte nichts löschen – wirklich gar nichts

FIFA-Investorendeal geplatzt: Infantino soll jetzt bitte nichts löschen – wirklich gar nichts

Veröffentlicht

Donnerstag, 06.08.2026
von Red. TB

Bei der FIFA ist die Lage derzeit so entspannt wie ein Elfmeterschießen in der 120. Minute. Präsident Gianni Infantino steht nach dem gescheiterten Milliardenprojekt mit privaten Investoren zunehmend unter Druck. Nun hat die UEFA angekündigt, rechtliche Schritte zu prüfen – und vorsorglich darum gebeten, dass bei der FIFA bitte niemand versehentlich auf „Papierkorb leeren“ klickt.

Der europäische Verband fordert Infantino und weitere Beteiligte auf, sämtliche Dokumente und elektronischen Daten rund um das geplante Investorenmodell zu sichern. Auch Joshua Kushner, Bruder von Donald Trumps Schwiegersohn und vorgesehener Schlüsselpartner des Projekts, erhielt offenbar entsprechende Post.

Das geplante Modell klang zunächst ausgesprochen FIFA-typisch: Private Investoren sollten rund 20 Prozent an einer neuen Gesellschaft namens FIFA Forward Enterprise erwerben. Diese hätte kommerzielle Rechte an Männer-WM, Frauen-WM und Club-WM gebündelt. Der Wert wurde mit rund 20 Milliarden Dollar angesetzt.

Mit anderen Worten: Der Weltfußball sollte teilweise in ein Finanzprodukt verwandelt werden. Endlich hätte man neben Abseits, Handspiel und Nachspielzeit auch noch Renditeerwartungen diskutieren können.

Die UEFA vermutet Unregelmäßigkeiten und denkt über Gerichtsverfahren, Schiedsverfahren und Beschwerden bei Aufsichtsbehörden nach. Das Verhältnis zwischen UEFA und FIFA erreicht damit eine neue Stufe der internationalen Fußballromantik.

Auch bei Infantinos geplanter Wiederwahl 2027 wird es ungemütlich. Wales hat ihm bereits öffentlich die Unterstützung entzogen. Schweden und Serbien folgten. England arbeitet Medienberichten zufolge ebenfalls an einem Brief.

Die Kritik ist deutlich: mangelnde Führung, schlechtes Urteilsvermögen, problematische Kommunikation und das Versäumnis, den Fußball an erste Stelle zu setzen.

Das ist bei der FIFA ungefähr so, als würde man einem Fischmarkt vorwerfen, es rieche nach Fisch.

Infantino wollte mit dem Investorendeal offenbar Milliarden für den Weltverband organisieren. Nun könnte das Projekt stattdessen Anwälten, Datenschützern und Aktenarchivaren hervorragende Beschäftigung sichern.

Für die FIFA gilt deshalb vorerst eine einfache taktische Anweisung:

Nicht angreifen, nicht verteidigen – nur speichern.

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jarmoluk (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 06.08.2026

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