Die internationale Nachrichtenlage wird vor allem vom Konflikt zwischen den USA und Iran, schweren Waldbränden in den Vereinigten Staaten sowie neuen Angriffen im Russland-Ukraine-Krieg geprägt.
US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe auf Iran zunächst ausgesetzt und mögliche Gespräche über eine Deeskalation angekündigt. Im Mittelpunkt stehen die blockierte Straße von Hormus und das iranische Atomprogramm. Iran bestreitet jedoch direkte Verhandlungen mit den USA und bestätigt lediglich Gespräche mit Oman. Eine schnelle Einigung ist daher nicht absehbar.
Die Straße von Hormus bleibt für den weltweiten Energiehandel von großer Bedeutung. Vor dem Krieg wurden etwa 20 Prozent des globalen Öl- und Gastransports durch diese Meerenge abgewickelt. Der Schiffsverkehr ist inzwischen stark eingeschränkt. Zusätzlich erhöhen Angriffe im Roten Meer die Gefahr für Tanker und Frachtschiffe.
Die Aussicht auf eine mögliche Entspannung ließ die Ölpreise zunächst deutlich fallen. Auch die amerikanischen Aktienmärkte reagierten positiv. Eine erneute militärische Eskalation könnte diese Entwicklung jedoch schnell umkehren und weltweit höhere Energie- und Transportkosten verursachen.
Im US-Bundesstaat Washington mussten wegen schwerer Waldbrände rund 60.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Besonders betroffen ist die Region um Spokane. Hunderte Gebäude wurden zerstört, Tausende Haushalte waren ohne Strom. Starke Winde, Hitze und Trockenheit erschwerten die Löscharbeiten. Der Gouverneur rief den Notstand aus und bat die Bundesregierung um Unterstützung.
An der russischen Schwarzmeerküste kamen nach russischen Behördenangaben mehrere Menschen ums Leben, als eine Drohne an einem belebten Strand einschlug. Unter den Opfern sollen sich auch Kinder befinden. Russland machte die Ukraine verantwortlich. Von ukrainischer Seite lag zunächst keine Stellungnahme vor. Unklar ist, ob der Strand das eigentliche Ziel war oder die Drohne von ihrem Kurs abgebracht wurde.
Auch im Gazastreifen bleibt die Lage angespannt. Trotz neuer politischer Ankündigungen über eine mögliche Friedenslösung wurden weitere Todesopfer durch israelische Angriffe gemeldet. Israel verlangt die Entwaffnung der Hamas, während diese ein Ende der Angriffe als Voraussetzung nennt.
Weitere wichtige Entwicklungen betreffen die Ukraine, Kuba und Myanmar. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj entließ die Botschafterin seines Landes in Washington. Auf Kuba brach das Stromnetz erneut zusammen. In Myanmar traf die inhaftierte frühere Regierungschefin Aung San Suu Kyi erstmals seit langer Zeit einen Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes.
Insgesamt bleibt die weltpolitische Lage äußerst unsicher. Besonders entscheidend ist, ob aus den angekündigten Kontakten mit Iran tatsächlich belastbare Verhandlungen entstehen.


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