Capital One gegen Trump: 300 Konten, ein Rauchmelder und sehr viel „Woke“

Capital One gegen Trump: 300 Konten, ein Rauchmelder und sehr viel „Woke“

Veröffentlicht

Sonntag, 02.08.2026
von Red. TB

In den USA streiten sich jetzt eine Großbank und die Trump Organization vor Gericht. Es geht um mehr als 300 geschlossene Konten – also ungefähr so viele, wie andere Familien Weihnachtskarten verschicken.

Donald Trumps Unternehmen sagt: politische Verfolgung.

Capital One sagt: Geldwäscheprüfung.

Anders gesagt: Die eine Seite sieht einen Kulturkampf, die andere einen Kontoauszug mit Spezialeffekten.

Die Bank erklärt, ihre Anti-Geldwäsche-Abteilung habe monatelang geprüft. Dabei seien Transaktionsmuster aufgefallen, vor denen die Bankenaufsicht normalerweise warnt.

Aber Vorsicht: Capital One wirft niemandem ausdrücklich Geldwäsche vor.

Die Bank sagt lediglich sinngemäß:

„Wir behaupten nicht, dass hier ein Drache im Keller sitzt. Wir haben nur Feuer, Kratzspuren und sehr große Fußabdrücke gefunden.“

Die Trump Organization hält dagegen, die Konten seien aus „woken“ Gründen geschlossen worden.

Damit ist nun auch das Bankwesen endgültig im Kulturkampf angekommen.

Früher fragte eine Bank:

„Ist das Geld legal?“

Heute lautet die Frage offenbar:

„Ist diese Kontoschließung politisch korrekt, ideologisch motiviert oder nur ganz gewöhnlich nervös?“

Capital One will die Klage abweisen lassen. Die Trump-Seite möchte dagegen beweisen, dass die Bank nicht wegen auffälliger Transaktionen, sondern wegen schlechter politischer Laune gehandelt habe.

Das könnte ein faszinierender Prozess werden.

Auf der einen Seite: Anwälte mit dicken Aktenordnern.

Auf der anderen Seite: Anwälte mit noch dickeren Aktenordnern.

Dazwischen ein Anti-Geldwäsche-Experte, der versucht zu erklären, warum 300 Konten irgendwann nicht mehr nach Familienunternehmen, sondern nach eigener Volkswirtschaft aussehen.

Auch JPMorgan hat inzwischen Ärger mit Trump.

Für US-Banken gilt damit eine neue einfache Regel:

Lässt du die Konten offen, kommt die Aufsicht.

Schließt du sie, kommt Trump.

Und wenn du Pech hast, kommen beide gleichzeitig.

Capital One dürfte sich inzwischen wünschen, man hätte statt 300 Konten einfach nur ein Sparschwein eröffnet.

Das hätte weniger Risiken gehabt.

Außer natürlich, das Sparschwein wäre woke gewesen.

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JeanineW (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Sonntag, 02.08.2026

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