Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat neue ausländische humanoide Roboter aus dem amerikanischen Markt verbannt. Offizielle Begründung: nationale Sicherheit. Inoffizielle Übersetzung: Wenn ein Roboter Beine hat, Kameras besitzt und in China gebaut wurde, könnte er entweder spionieren, das WLAN übernehmen oder irgendwann selbst Präsident werden.
Betroffen sind humanoide Maschinen, vierbeinige Roboter und andere technisch fortgeschrittene Geräte. Besonders hart trifft die Maßnahme chinesische Hersteller, denn China baut derzeit mehr humanoide Roboter als jedes andere Land.
Die US-Kommunikationsbehörde FCC setzte die Geräte auf ihre sogenannte Covered List. Dort landen Produkte, bei denen Washington sagt: Das könnte gefährlich sein, besser erst einmal verbieten und später herausfinden, was es eigentlich genau macht.
Bereits genehmigte Modelle dürfen weiterhin verkauft werden. Wer also schon einen chinesischen Roboter besitzt, muss ihn nicht bei der Polizei abgeben. Noch nicht. Besitzer sollten allerdings vermeiden, vor ihm über Staatsgeheimnisse, Steuererklärungen oder den Netflix-Code zu sprechen.
Angst vor dem ferngesteuerten Blechkameraden
Die FCC warnt, ausländische Roboter könnten Amerikaner überwachen, Daten sammeln oder von feindlichen Akteuren aus der Ferne übernommen werden.
Das Szenario klingt dramatisch: Ein Roboter faltet morgens noch brav die Wäsche, sendet mittags Fotos der Küche nach Peking und marschiert abends mit dem WLAN-Router Richtung Grenze.
Besonders problematisch sei, dass moderne Maschinen Kameras, Mikrofone, künstliche Intelligenz und bewegliche Arme besitzen. Damit verfügen sie über ungefähr dieselbe technische Ausstattung wie ein Smartphone – können das Smartphone aber zusätzlich aus dem Fenster werfen.
Auch chinesische Roboterhunde stehen im Verdacht. Schließlich weiß niemand, ob sie wirklich nur Fabrikhallen kontrollieren oder heimlich amerikanische Hydranten kartieren.
Jetzt auch Wechselrichter unter Verdacht
Neben Robotern verbieten die USA neue ausländische Wechselrichter. Diese Geräte werden in Solaranlagen, Stromnetzen und Rechenzentren eingesetzt.
Laut FCC könnten sie aus der Ferne abgeschaltet oder für Cyberangriffe missbraucht werden. Ein ausländischer Hersteller könnte theoretisch den Stromfluss manipulieren.
Damit ist offiziell bestätigt: Selbst ein unscheinbarer Kasten an einer Solaranlage kann geopolitisch verdächtig sein.
China reagiert wenig überraschend
Die chinesische Botschaft warf den USA vor, Handel und Technologie zu politisieren. Washington solle chinesische Firmen nicht unter unbelegten Vorwänden sanktionieren.
Peking kündigte an, seine Interessen zu schützen. Welche Gegenmaßnahmen folgen, ist offen. Denkbar wären Exportkontrollen, diplomatischer Protest oder ein besonders beleidigter humanoider Roboter auf einer Pressekonferenz.
Der nächste Technologiekonflikt
Nach Chips, Elektroautos, Telekommunikation und Solartechnik ist nun also die Robotik an der Reihe.
Die Botschaft der USA lautet: Künstliche Intelligenz ist willkommen – solange sie amerikanisch denkt, amerikanisch produziert wird und im Zweifel eine Sicherheitsfreigabe besitzt.
Der Handelskrieg hat damit ein neues Niveau erreicht.
Früher stritten Großmächte um Öl, Stahl und Schiffe.
Heute geht es um Roboterhunde, die möglicherweise zu viel gesehen haben.


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