Ein eigentlich idyllischer Besuch im berühmten Central Park in New York endete in einer Tragödie. Der 18-jährige Tourist Romanch Mahajan kam am 17. Juni ums Leben, nachdem eine Pferdekutsche außer Kontrolle geraten war.
Nach Angaben der Polizei scheute das Pferd plötzlich und raste durch den Park. Augenzeugen berichten, dass Passagiere aus der Kutsche stürzten oder abspringen mussten. Schließlich kollidierte das Gespann mit einer weiteren Pferdekutsche und überschlug sich. Mahajan erlitt dabei tödliche Verletzungen. Weitere Personen wurden nach offiziellen Angaben nicht schwer verletzt.
Besonders brisant: Nach Angaben der zuständigen Gewerkschaft soll der Kutscher zum Zeitpunkt des Unglücks nicht direkt am Pferd gewesen sein. Medienberichten zufolge wollte er offenbar ein Foto seiner Fahrgäste machen, als das Tier plötzlich durchging. Der Fahrer wurde inzwischen suspendiert. Die Ermittlungen laufen.
Der Unfall trifft eine Branche, die ohnehin massiv unter Druck steht. Erst wenige Tage zuvor war das Kutschpferd Deniz im Central Park zusammengebrochen und gestorben. Die Ursache ist weiterhin umstritten. Während die Gewerkschaft von einer Vergiftung durch eine giftige Pflanze ausgeht, weisen Parkverantwortliche auf mögliche Versäumnisse bei der Beaufsichtigung des Tieres hin.
Die Ereignisse haben die Diskussion über die traditionsreichen Pferdekutschen in New York neu entfacht. Tierschutzorganisationen wie PETA sowie mehrere Lokalpolitiker fordern seit Jahren ein Verbot der Fahrten. Sie verweisen auf zahlreiche Zwischenfälle mit Pferden in den vergangenen Jahren.
Auch die Leitung des Central Parks unterstützt inzwischen ein Ende des Kutschenbetriebs. Politiker fordern die schnelle Verabschiedung des sogenannten „Ryder’s Law“, benannt nach einem 2022 zusammengebrochenen Kutschpferd. Das Gesetz würde Pferdekutschen in New York weitgehend verbieten.
Für viele New Yorker und Touristen gehören die Kutschen seit mehr als 150 Jahren zum Stadtbild. Nach dem Tod eines jungen Besuchers könnte sich die Stimmung nun endgültig drehen.
Der tragische Unfall wirft eine grundsätzliche Frage auf: Haben Pferdekutschen im hektischen Großstadtverkehr des 21. Jahrhunderts noch eine Zukunft – oder ist ihre Zeit endgültig abgelaufen?


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