Zwischen Hummerbrötchen und Großmutter-Küche: Antoni Porowskis kulinarische Weltreise

Zwischen Hummerbrötchen und Großmutter-Küche: Antoni Porowskis kulinarische Weltreise

Veröffentlicht

Donnerstag, 11.06.2026
von Red. TB

Für viele Reisende stehen Sehenswürdigkeiten, Museen oder Strände ganz oben auf der Liste. Für TV-Koch Antoni Porowski ist die Sache deutlich einfacher: Erst kommt das Essen, dann der Rest.

Der aus der Netflix-Serie Queer Eye bekannte Koch und Moderator verrät in einem Interview, dass seine gesamte Reiseplanung meist um Mahlzeiten herum aufgebaut wird. Kaum in einer neuen Stadt angekommen, sucht er zunächst eine Dusche – und danach sofort etwas zu essen. Besonders vertraut er dabei einem ungewöhnlichen Qualitätsmerkmal: Wenn in einem kleinen Restaurant eine Großmutter am Herd steht, steigen die Chancen auf ein außergewöhnliches Essen deutlich.

In seiner neuen National-Geographic-Serie Best of the World bereiste Porowski unter anderem London, Paris, New York und Mexiko-Stadt. Dabei sammelte er kulinarische Erinnerungen, die ihm bis heute nicht aus dem Kopf gehen.

Zu seinen Favoriten zählt ein klassisches Hummerbrötchen im „The Clam Shack“ im US-Bundesstaat Maine. Direkt am Wasser serviert, mit frischem Hummer und Blick auf die Fischerboote, sei es eines seiner absoluten Lieblingsgerichte.

Besonders emotional erinnert sich Porowski auch an ein Steak Tatar im traditionsreichen Restaurant „Stary Dom“ in Warschau. Dort verbrachte er gemeinsam mit seinem Vater und seinem Partner einen Familienbesuch in Polen. Das von Hand geschnittene Fleisch, kombiniert mit Eigelb, Meerrettich und Gewürzgurken, sei für ihn ein Paradebeispiel polnischer Küche.

Nicht weniger begeistert zeigt sich der Fernsehkoch von Mexiko-Stadt. Im berühmten Restaurant „Rosetta“ der Spitzenköchin Elena Reygadas probierte er nicht nur die inzwischen weltbekannte Guaven-Schnecke aus der dazugehörigen Bäckerei, sondern verliebte sich besonders in ein ungewöhnliches Dessert: Rosmarin-Eis mit Kräutersalat.

Auch scheinbar einfache Gerichte können Eindruck hinterlassen. In Paris schwärmt Porowski von perfekt cremigem Rührei mit Räucherlachs und einem Croissant im luxuriösen Hôtel de Crillon. Nicht die Komplexität des Gerichts habe ihn beeindruckt, sondern die Perfektion der Zubereitung.

Auf der griechischen Insel Mykonos erlebte er einen weiteren kulinarischen Höhepunkt. In einer einfachen Taverne ohne Reservierungen und mit langer Wartezeit servierte ihm der Wirt ein saftiges Schweinekotelett vom Grill. Für Porowski war es „einer der besten Bissen seines Lebens“.

Seine Reise führte ihn schließlich auch nach Italien, wo ihn ein in Ton gegartes Perlhuhn mit Feigen und Lardo begeisterte.

Die wichtigste Erkenntnis des Kochs bleibt dabei erstaunlich bodenständig: Große kulinarische Erlebnisse findet man oft nicht in den teuersten Restaurants, sondern dort, wo Einheimische essen – und wo vielleicht noch eine Großmutter in der Küche steht.

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GraphicMama-team (CC0), Pixabay

von Autor: Red. TB
am: Donnerstag, 11.06.2026

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