Also jetzt geht’s wieder los, die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 – und nicht in einem netten Land mit Hügeln, Biergärten und ein bisschen Alpenglühen, nein, gleich in drei Ländern gleichzeitig: USA, Kanada und Mexiko. Die FIFA schwärmt von der „größten WM aller Zeiten“. Na super, mehr Stadien, mehr Spiele, mehr Tickets, mehr Security, mehr Chips und Cola. Alles größer, alles spektakulärer – nur der Fußball, der schaut ein bisserl alt aus neben dem ganzen Showbiz.
Und da sind wir schon beim Kernproblem: Die WM ist längst kein Fußballturnier mehr. Nein, jetzt ist’s ein Business-Event mit Stadion-Preisen, bei denen du eher dein Haus verkaufen musst, als dir ein Ticket leisten zu können. Für ein Sitzplatzl gibt’s Tickets, die so teuer sind, dass ein Wiener Schnitzel davor wie ein Gratis-Snack wirkt. Da lachen die Kids im Stadion über ihre Cola, während Papa die Kreditkarte rauchen lässt. Und die, die nicht zahlen können? Die schauen zu Hause am Fernseher und kriegen trotzdem Werbung für „VIP-Erlebnisse“ eingeblendet.
Dazu kommt: Diese WM fühlt sich an wie ein Hollywood-Blockbuster. Stars, Musik, Lichteffekte, und zwischendrin kommt der Fußball ein bisserl vorbei, wie der Cousin, der nur zum Abendessen vorbeischaut. Man fragt sich: Sind wir hier bei der WM oder bei einer Oscar-Verleihung für NFL-Stadien?
Und dann die Politik. Ja, die USA, Präsident Trump, Grenzkontrollen, Security-Zonen, „frozen zones“ und so weiter. Da überlegen sich manche Fans zweimal, ob sie überhaupt einreisen wollen. Man will ja nicht, dass einem die Hotdogs beim Security-Check aus der Hand geschossen werden.
Sportlich wird’s auch spannend: die Teams müssen riesige Distanzen überwinden, hitzige Temperaturen, Luftfeuchtigkeit wie in der Wiener U-Bahn im Sommer, und dann auch noch Jetlag. Da gewinnt nicht automatisch die beste Mannschaft, sondern die mit der größten Kondition und der größten Thermoskanne Wasser.
Deutschland? Na ja, da schaut’s kritisch aus. Frühere Turniere waren eher eine Tragikomödie als ein Erfolg. Jetzt müssen die jungen Spieler wieder zeigen, dass sie nicht nur Instagram-Stories machen können. Nagelsmann versucht’s mit Musiala und Wirtz – ob’s reicht? Wer weiß, vielleicht rettet ein Freistoß in letzter Minute die Ehre, vielleicht verliert man wieder gegen Teams, die auf dem Papier kleiner wirken als ein Wiener Kicker-Klub.
Aber hey, es gibt auch schöne Geschichten: Kleine Länder, die erstmals dabei sind, feiern, als hätten sie die Kaiserschmarrn-Weltmeisterschaft gewonnen. Curaçao, Kap Verde, Jordanien – plötzlich ist die ganze Welt aufgeregt, nicht nur die Bayern-Fans.
Am Ende gilt: Die WM verbindet Menschen. Trotz Ticketpreisen, Security und Politik, trotz Superstars und Kommerz – für ein paar Wochen sitzen wir vor den Bildschirmen, jubeln, leiden, fluchen und feiern.
Und vielleicht, nur vielleicht, gewinnt am Ende nicht der größte Sponsor, sondern der Fußball selbst. Und das wär doch mal ein Happy End, oder?

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